Pixabay: Gerd Altmann

Vergangene Veranstaltungen

"Freiheit ist das einzige was zählt"

Mehr als 700 Besucher beim Solidaritätskonzert

Es sollte ein Statement für Toleranz, Solidarität, Menschlichkeit und Demokratie werden – Und es wurde ein überwältigendes: Mehr als 700 Besucher kamen am Samstag in die bis in den letzten Winkel gefüllte Aula des Schulzentrums I nach Garbsen – WOW!

Musikalisch erwartete die Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm: Der berenbostel chor ad libitum (Leitung: Albrecht Drude) gestaltete den Auftakt mit (Volkslied-) Klassikern wie „Dat du min Leevsten büst“, „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ oder „Heaven is a wonderful place“.

Es folgte das Salonorchester Pardon? Salon! der Musikschule Garbsen. Die acht Lehrkräfte spielten Salonmusik der 20er und 30er Jahre, darunter „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Was du mir erzählt hast von Liebe und Treu“ oder einen Jazz-Walzer von Dmitri Schostakowitsch.

Für die Pause war ein großes Buffet mit Getränken und Speisen errichtet, die von Garbsener Gastronomen gespendet und von vielen Menschen aus Syrien und dem Irak mit viel Liebe gekocht, gebacken und ausgegeben wurde.

Der zweite Teil des Konzertes begann mit dem Auftritt des Gospelchores CANTO VIVO unter der Leitung von Harald Röhrig am Flügel. Neben Udo Lindenbergs „Durch die schweren Zeiten“ und dem Gospelhit „O happy day“ überkam das Publikum bei Westernhagens „Freiheit“ eine erste Gänsehaut. Man spürte förmlich, wie aktuell der Text ist.

Das große Finale war der Concert Band des Geschwister-Scholl-Gymnasiums überlassen: Rund 50 SchülerInnen und ihre Musiklehrer setzten mit Filmmusik-Arrangements von „Game of Thrones“, „Guardians of the Galaxy“ oder einem Disney-Medley ein weiteres Ausrufezeichen und beeindruckten mit ihrer spielerischen Leistung.

„Die Gedanken sind frei“ war das erste Stück des Abends und es sollte auch das letzte sein: Gemeinsam mit allen MusikerInnen, SängerInnen und dem Publikum sangen es fast 900  Menschen. Was für ein Statement! Was für ein Abend! WOW!

Hier geht's zum Bericht in der HAZ:
http://www.haz.de/Umland/Garbsen/Garbsen-Mehr-als-700-Zuhoerer-erleben-Solidaritaetskonzert-fuer-offene-Gesellschaft
Und hier zur HAZ Bildergalerie:
http://www.haz.de/Mehr/Bilder/Galerien/2019/2/So-war-das-Solidaritaetskonzert#n30142885


 

Ein Schal fürs Leben

Sieben Jahre Bürgerkrieg in Syrien

Wir können hier mit unserer Arbeit diejenigen unterstützen, die zu uns geflohen sind. Die Aktion Ein Schal fürs Leben ist eine Möglichkeit, auch aus der Entfernung zu helfen und auf das Leid besonders der Kinder aufmerksam machen, die in Kriegsgebieten aufwachsen müssen.
Die Zeitschrift Brigitte und der Wollproduzent Lana Grossa kreieren seit fünf Jahren einen schönen kuscheligen Schal. Je 10 Euro pro Paket gehen an die Organisation Save the children, die mit dem Geld syrische Flüchtlingskinder in den grenznahen Camps unterstützt. Das Ev. Flüchtlingsnetzwerk Garbsen möchte diese Aktion unterstützen und lädt zum gemeinsamen Stricken ein.

Insgesamt 15 Frauen haben sich im November und Dezember auf Homeyers Hof getroffen und gestrickt. Viele von ihnen sind in Garbsen in verschiedenen Engagementfeldern aktiv und kamen schnell miteinander ins Gespräch. Am Ende standen nicht nur die schönen warmen Schals, sondern auch der Wunsch, sich wieder zu treffen. Das werden wir tun, denn es hat wirklich Spaß gemacht!

Mertes Homecoming

Bild: Per Mertesacker Stiftung

Garbsener verabschieden Per Mertesacker

Per Mertesacker, Weltmeister, 96er und Werderaner, lädt zu seinem Abschiedsspiel am 13. Oktober in die HDI-Arena Hannover ein – und wir fahren mit 30 Leuten gemeinsam hin!

Mehr Infos zum Spiel und zu den Aufstellungen der beiden Mannschaften gibt's auf der Seite der Per-Mertesacker-Stiftung unter "Mertes Homecoming".

Lars Ole Walburg liest Premiere

Lars Ole Walburg im Gespräch mit Rainer Müller-Brandes (Foto: Hinze)

Schauspielintendant liest im Historischen Museum

Trotz herrlichen Sommerwetters sind am 11. Oktober zahlreiche Zuhörer in den Vortragssaal des Historischen Museums gekommen, um eine ganz besondere Premiere für Schauspielintendant Lars Ole Walburg mitzuerleben: Zum ersten Mal erklangen Geschichten aus dem Ehrenamt, die im Laufe des vergangenen Jahres in zwei Workshops in Garbsen und Hannover entstanden sind, öffentlich – und er war eingeladen, sie vorzutragen.

Die Geschichten, die Walburg ausgewählt hat, spiegeln die Vielschichtigkeit des Buches wider: Das Wiedersehen einer Familie, die sich seit fast sechs Jahren nicht gesehen hat, das Bemühen, alles richtig machen zu wollen, um sich möglichst gut zu integrieren, die Hilflosigkeit ehrenamtlicher Begleiter zu Anhörungen des BAMF, Bildfetzen aus der verlassenen Heimat oder scheinbar typisch deutsche Eigenschaften.

Im anschließenden Gespräch mit Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes zeigt Walburg Möglichkeiten und Grenzen politischen Theaters auf, spricht von der Bedeutung von Kunst auf der Bühne und der Nähe der Werke Erich Maria Remarques zur Gegenwart.
„Demokratie ist nicht gottgegeben“ – Dieser Satz bleibt im Ohr. Unsere Demokratie sei in historischen Dimensionen gedacht erschreckend jung und keineswegs eine Selbstverständlichkeit.

Am Ende zollt der Intendant den in vielen Bereichen ehrenamtlich engagierten Menschen großen Respekt und Anerkennung: „Es kann einen stolz machen, dass es in Deutschland so viele Menschen im Ehrenamt gibt.“

Die Lesung wurde organisiert vom Evangelischen Flüchtlingsnetzwerk Hannover Garbsen Seelze in Kooperation mit dem Historischen Museum Hannover und dem Schauspiel Hannover.

Vielen Dank für die unkomplizierte und freundliche Zusammenarbeit!

Das Buch „Schreib das auf“ ist im Diakonischen Werk Hannover, Burgstraße 10, zu den Öffnungszeiten (Mo - Fr. 8.00 - 17.00 Uhr und Fr. 8.00 - 13.00 Uhr) zum Preis von 8,50 Uhr erhältlich.

Anfragen zu Lesungen durch die Autorinnen und Autoren persönlich wenden sich bitte an Rebekka Hinze (r.hinze@kirche-in-horst.de) oder Johannes Meyer (johannes.meyer@evlka.de).

Artikel der HAZ von Simon Benne zur Lesung

 

 

Schreib das auf!

Layout: Marlene Obst

Geschichten aus dem Ehrenamt

Am 2. September war es soweit: Das Buch "Schreib das auf!", das im gleichnamigen Workshop entstanden ist, wird erstmals öffentlich vorgestellt. Im Rahmen des Diakoniegottesdienstes in der Marktkirche Hannover konnten fast alle Autorinnen und Autoren dabei sein und beim anschließenden Bürgerbrunch den Vormittag ausklingen lassen.

Dieses Buch enthält Erlebnisse und Gedanken von Ehrenamtlichen, die ihre Erfahrungen aus der Flüchtlingsarbeit aufgeschrieben haben. Diese Vielfältigkeit drückt sich in Berichten, Reflexionen oder auch Gedichten aus. Möglicherweise finden Sie sich in den Texten wieder - möglicherweise entdecken Sie einen anderen Zugang zu Menschen und Situationen, die Ihnen bisher unbekannt waren.

Das Buch ist ab dem 19. September zu den Öffnungszeiten des Diakonischen Werkes Hannover in der Burgstraße 10, in der Altstadt Hannovers zum Preis von 8,50 Euro erhältlich.

Auf Wunsch stehen die Autorinnen und Autoren für Lesungen für Gemeinden, Nachbarschaftskreise und andere interssierte Institutionen und Initiativen zur Verfügung. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit den Projektleitern auf (Kontakt s.u.).

Initiator der dazugehörenden Schreibwerkstatt ist das Ev. Flüchtlingsnetzwerk Hannover Garbsen Seelze. Als eine Einrichtung des Stadtkirchenverbandes ist es seine Aufgabe, Ehrenamtliche zu unterstützen, Initiativen zu vernetzen, Projekte zu begleiten und das Thema Flucht und Zuflucht aus christlicher Sicht im Bewusstsein zu halten.

Projektleitung: Johannes Meyer und Rebekka Hinze

Journalistische Begleitung: Sabine Dörfel und Jutta Grätz
 

Logo: Stadtradeln

Stadtradeln

Sie haben mitgemacht und sind mit mir vom 27. Mai bis zum 16. Juni für Ihren integrativen Einsatz in die Pedale getreten, was die Waden hergeben!

Mit dem Team "Willkommen in Garbsen" sind wir an den Start gegangen und haben mit zehn Radelnden einen Platz im oberen Mittelfeld erreicht.

... und raus bist du

Das Thema Abschied und Abschiebung beschäftigt Medien, Politik und Gesellschaft. Meist geht es darum, wer Anrecht auf Asyl haben und wer wieder in seine Heimat abgeschoben werden soll. Aber was bedeutet  diese Diskussion eigentlich für die Menschen? Die Geflüchteten? Die ehrenamtlichen UnterstützerInnen? Die MigrationsberaterInnen? Im ersten Teil dieses Abends geht es um Protestformen gegen Abschiebeurteile: Wer protestiert eigentlich und warum? Welche verschiedenen Formen gibt es, Widerstand zu leisten und wie erfolgreich sind sie? Gibt es gar bestimmte Gelingensfaktoren? Dazu eingeladen ist Dr. Helen Schwenken. Sie forscht seit Jahren auf diesem Gebiet und beobachtet das Geschehen nicht nur in Deutschland sondern auch in Österreich und der Schweiz.
Nach einer Pause, die auch Zeit zu Kontakt und Austausch geben soll, stehen die Folgen von Abschieden oder Abschiebungen im Zentrum der Gesprächsrunde: Viele von Ihnen haben Geflüchteten beim Ankommen in Stadt und Region Hannover geholfen, haben ihnen erste Worte auf Deutsch beigebracht, sie zu Ärzten und Ämtern begleitet, sie haben gemeinsam gekocht oder Ausflüge unternommen. Und plötzlich ist der Mensch weg, mit dem man gerade noch zusammengesessen hat: abgeschoben, umgezogen – oder es besteht kein Wunsch oder keine zeitliche Möglichkeit mehr, den Kontakt aufrecht zu halten. Und dann? Wut? Trauer? Schlechtes Gewissen? Wir fragen nach bei ehrenamtlichen Unterstützern, hauptamtlichen Integrationsberatern und Seelsorgern. Welche Rolle hat der jeweilige und was kann er im Moment des Abschieds und danach tun?

Ausflug ins Klimahaus Bremerhaven

©Klimahaus Bremerhaven
©Klimahaus Bremerhaven

Gemeinsam mit Bus und Bahn fuhren wir am 28. März mit insgesamt 25 Personen nach Bremerhaven. Dort konnten wir die Klimazonen der Erde nach Herzenslust durchwandern. Anstrengend war es, weil es sehr, sehr voll war (norddeutsches Shitwetter und Osterferien). Aber Spaß hat es gemacht! Toll, dass Ihr mitgefahren seid.

Schreib das auf - Die Schreibwerkstatt

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Im Jahr 2015 begann die große Flüchtlingsbewegung. In dieser Zeit hat die   Zivilgesellschaft durch vielfältiges individuelles Engagement Erstversorgung, Willkommenskultur und erste Schritte zur Integration von Geflüchteten geleistet. Da ist vieles erfolgreich gewesen. Manches hat sein positives Ende noch nicht gefunden. Es war und ist eine bewegte und bewegende Zeit. Den Schatz des Erlebten gilt es zu aufzubewahren.

Wir luden ein zu einer Schreibwerkstatt unter der Überschrift „Schreib das auf!“ Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten hier die Möglichkeit, Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse eigenschriftstellerisch – oder wenn gewünscht – durch professionelle Impulse zu verschriftlichen. Das Ergebnis bleibt entweder bei den VerfasserInnen, oder es entsteht eine Textsammlung, die auf Papier oder elektronisch verbreitet werden kann. Gegebenenfalls können Lesungen organisiert werden.

„Schreib das auf!“ ist eine Schreibwerkstatt, initiiert vom Evangelischen
Flüchtlingsnetzwerk Hannover Garbsen Seelze. Um Anmeldung wird gebeten – Kosten entstehen nicht.

Workshopleitung: Jutta Grätz (Garbsen), Sabine Dörfel (Hannover)
Projektleitung: Johannes Meyer, Rebekka Hinze

 

Was glaubt mein Nachbar? Eine sechsteilige Reihe zur religiösen Vielfalt in Garbsen und Hannover

Was glaubt mein Nachbar

An fünf Abenden wurden fünf Religionen näher ins Blickfeld gerückt, dabei war mal der Blick von außen auf eine Glaubensrichtung geworfen, mal ging es um die innere Blickrichtung. Blicke sollten aber auch durch Räume schweifen können - daher wurde an zwei Abenden den Raum gewechselt - in eine Synagoge bzw. eine evangelischen Kirche treffen. Den Abschluss der Reihe bildete ein gemeinsamer Besuch des Hauses der Religionen, wo weitere (Welt-)Religionen näher kennengelernt wurden.

Insgesamt hat die Reihe weit mehr als 130 Personen angesprochen. Vielen Dank für Ihr Interesse! Ihre positive Resonanz lässt uns Überlegungen anstellen, die Reihe in Hannover noch einmal zu wiederholen!

"Sterben für das Paradies. Erlebnisse einer Rettungsmission auf dem Mittelmeer"

Ein Vortrag von Till Rummenhohl (Hamburg)

Wir bewegen uns in Zeiten steigender Migration, Radikalisierung und Abschottung. Viele Teile der Welt sind durch Kriege, wirtschaftliche Ausbeutung und extreme politische Systeme kaum noch bewohnbar, wodurch viele Menschen diese Länder verlassen, auf der Suche nach einer besseren, sichereren Zukunft. Ihr Ziel: Europa. Ein Hindernis: das Mittelmeer.

Ich, Till Rummenhohl, bin im Sommer 2016 an mit der zivilgesellschaftlichen Organisation SOS Méditerranée auf Rettungsmission gefahren um vor der libyschen Küste Menschen, die sich auf dem Weg ins geglaubte Paradies in Seenot befinden, zu retten. Hier habe ich das Privileg pure Menschlichkeit zu erleben; zwar viel Leid, aber ebenso viel Glück und Hoff nung zu sehen. Die Erlebnisse an Bord der Aquarius haben mich geprägt, meine Erfahrungen werden mich mein Leben lang begleiten. Doch nicht jeder hat die Chance, den Mut oder das Interesse eine solche Mission an zu treten; sich auf diese Art und Weise zu vergewissern, warum sich diese Menschen - denen wir nun immer öfter auf der Straße begegnen – auf diese gefährliche Reise begeben. Aber ist nicht genau diese Information, dieses Verständnis über das „Wie“ und das „Warum“ so wichtig um Menschen zu verstehen, sie zu akzeptieren und zu integrieren? Als ich von meiner Mission auf dem Mittelmeer zurückkam, hörte ich immer öfter von Hass und Unverständnis gegenüber Geflüchteten. Da wurde mir klar, dass ich diese Erfahrungen nicht für mich behalten darf. Wenn ich mir von meinen Mitmenschen wünsche, dass sie mit derselben Menschlichkeit, mit dem selben Verständnis an das große Thema „Migration“ herangehen, muss ich Aufklärungsarbeit leisten, dann muss ich mehr Menschen mit meinen Berichten über das Erlebte erreichen. Deshalb möchte ich einladen, mit mir gemeinsam in diesem Vortrag die gesamte Reise der Fliehenden zu bestreiten um zu sehen, wer die Menschen sind.

Informationen zur Person:
Name: Till Rummenhohl (*1992 in Göttingen), lebt in Hamburg
Beruf: Student im Master Schiffbau und Meerestechnik an der TU Hamburg Harburg
Till Rummenhohl ist zur Zeit wieder an Bord der Aquarius und mit der zivilgesellschaftlichen Organisation SOS Méditerranée auf dem Mittelmeer unterwegs. Dieses Mal berichtet er öffentlich auf seinem neuen Blog: www.sterbenfuerdasparadies.wordpress.com

Termine

Dienstag, 13. Juni 2017 - geschlossene Veranstaltung
Geschwister-Scholl-Gymnasium (9.-11. Jahrgang)

Mittwoch, 14. Juni 2017 - geschlossene Veranstaltungen
Johannes-Kepler-Gymnasium (9./10. Jahrgang)
IGS Garbsen (8. Jahrgang)

Mittwoch, 14. Juni 2017 - öffentliche Veranstaltung
Stadtbibliothek Garbsen
Beginn: 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr
Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Ev. Flüchtlingsnetzwerkes Hannover Garbsen Seelze in Kooperation mit SOS Mediterranée.

 

ALLES GUT - Ein Film von Pia Lenz

Zwei Worte. Klare Aussage. Oder nicht? Das Verb fehlt, und mit dem Einsetzen verschiedener Verben verändert sich plötzlich die auf den ersten Blick einfach Aussage: Alles ist gut.Oder: Alles wird gut. Oder: Alles war gut – und ist es jetzt nicht mehr?
 
ALLES GUT. Das ist auch der Titel eines besonderen, mehrfach ausgezeichneten Kinofilmes über zwei Kinder und ihre Familien, die bei Null anfangen. Die Regisseurin Pia Lenz hat zwei Familien in Hamburg über ein Jahr lang mit ihrer Kamera begleitet. Produziert wurde der Film von Hauke Wendler und Carsten Rau, den Machern des Erfolgsfilms WILLKOMMEN AUF DEUTSCH, der einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme des Jahres 2015 war. Am Beispiel der beiden Kinder und ihrer Familien erzählt ALLES GUT von den kleinen und den großen Hürden, die vor Geflüchteten liegen, wenn sie in Deutschland leben möchten. Der Film nähert sich den entscheidenden Konflikten, die es zu lösen gilt, damit Integration funktionieren kann.
 
Im Anschluss an den Film fand eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Marcus Buchholz (Journalist und Pastor)
zum Thema statt.
Zu Gast waren:
▪ Dündar Kelloglu, Rechtsanwalt und Mitglied im Vorstand des Niedersächsischen Flüchtlingsrates
▪ Rainer Müller-Brandes, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hannover und Diakoniepastor
▪ Dr. Andreas Schubert, Vorsitzender des Caritasverbandes Hannover e.V.
 
Einen Bericht finden Sie auch auf der Seite des Ev. Flüchtlingsnetzwerkes Hannover Garbsen Seelze.
 
Termin:
17. Mai - 17.30 Uhr
im CineStar Garbsen
 
Eine Veranstaltung des Evangelischen Flüchtlingsnetzwerkes Hannover Garbsen Seelze.
 
 
Prof Jochen Oltmer
noz

Jochen Oltmer: Migration - Integration. Worüber sprechen wir eigentlich (nicht)?

Migration verändert die Welt – aber warum, auf welche Weise und mit welchen Folgen? Antworten auf diese Fragen sowie viele Anregungen und Denkanstöße gibt der renommierte Osnabrücker Migrationsforscher Professor Jochen Oltmer am Donnerstag, 31. August, im Forum der IGS (Meyenfelder Straße 8-16). Der Vortrag auf Einladung des Evangelischen Flüchtlingsnetzwerks Hannover Garbsen Seelze und der Stadt Garbsen beginnt um 19.30 Uhr. Einlass ist um 19 Uhr.

Oltmers Interesse gilt dabei seit 1990 dem Wandel der deutschen, europäischen und globalen Migration vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt seiner historischen Migrationsforschung stehen Formen von Migration wie Arbeits- und Siedlungswanderung sowie Gewaltmigrationen wie Flucht, Vertreibung und Deportation. Zudem untersucht er die Reaktionen aller beteiligten Akteure.
„Migration war schon immer normal in der Geschichte der Menschheit“, sagt Oltmer, „Menschen waren immer schon in Bewegung.“ Der Migrationsexperte wird sich auch den Fragen widmen, was Integration überhaupt ist, und warum sich Gesellschaften zum Teil offen gegenüber Migration zeigen und sich manche dem Thema verschließen. Zudem erläutert er die Grundzüge des Redens und Schreibens über Migration und ihre Folgen.

Gerade der Blick auf Migration und Asylpolitik hänge von der Perspektive ab und werde permanent neu ausgehandelt. Migration sei weder grundsätzlich gut noch schlecht, so Oltmer. Dennoch beherrschten einseitige Positionierungen und Polarisierungen das Reden und Schreiben über das soziale Phänomen: Die einen verstünden Migration als Ergebnis von Krisen, Katastrophen und Defiziten – und ihre Folgen als Gefahr für Sicherheit, Wohlstand, gesellschaftliche und kulturelle Homogenität. Migration erscheine damit als Risiko, das dringend der intensiven politischen Vor- und Nachsorge bedürfe.
Andere wiederum sähen vornehmlich Potenziale für die Entwicklung des Arbeitsmarkts sowie Perspektiven für ökonomische, soziale und kulturelle Innovationen – im Zielland oder im Herkunftsland der Bewegungen. Nichts daran sei falsch: Wie für jedes soziale Phänomen könnten die Folgen und Effekte von Migration sehr unterschiedlich wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Karten kosten im Vorverkauf 5 Euro. Kartenreservierungen sind möglich unter Telefon (0 51 31) 70 71 70 und per E-Mail an stadtbibliothek@garbsen.de.

Zur Vita von Jochen Oltmer:
Jochen Oltmer ist Außerplanmäßiger Professor für Migrationsgeschichte am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er arbeitet zu deutschen, europäischen und globalen Migrationsverhältnissen in Vergangenheit und Gegenwart. Oltmer ist unter anderem Herausgeber des „Handbuch Staat und Migration in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.“ sowie Autor von „Migration vom 19. bis zum 21. Jahrhundert“ und des Jugendsachbuchs „Vom Ein- und Auswandern. Ein Blick in die deutsche Geschichte.“

Ein Fest für alle

Die Stadt Garbsen berichtet auf ihrer Homepage über das "Fest für alle". Die Silvanus-Gemeinde, die Horster Nähstube und die Fahrradwerkstatt von Neuland beteiligten sich aktiv am Festgeschehen. Zahlreiche Besucher aus Garbsen kamen vorbei, darunter auch Bürgermeister Dr. Christian Grahl.

Das hannoversche Bürgerfernsehen H1 hat einen kleinen Bericht über das Fest gebracht. Sie können es auf Youtube anschauen. Dort wird auch noch auf einen weiteren Beitrag zum Fest verwiesen, der ebenfalls die Stimmung gut vermittelt.

Mein Märchen aus 1001 Nacht

Jordanien. Das ist ein Land im Nahen Osten, angrenzend an Syrien, Palästina und Saudi-Arabien. Doch was wissen wir eigentlich darüber hinaus über Jordanien? Wie sieht der Alltag in Jordanien aus zwischen den Konfliktherden in den Nachbarländern? Welche Sehenswürdigkeiten hat Jordanien? Was essen die JordanierInnen? Und vor allem: Wie lebt es sich als Deutsche in Jordanien?

Jinda Taha-Basch hat  im Rahmen ihres Studiums der Orientwissenschaften ein Jahr in Jordanien gelebt und möchte ihre Erfahrungen mit uns  teilen und uns auf eine (Bilder-)Reise mitnehmen.

28. September
18.00 Uhr
Silvanus-Kirchenzentrum, Auf dem Kronsberg 32